Multinationalen Unternehmen und Menschenrechten: Bericht über die Veranstaltung am 13. Juni 2019

Am Donnerstag, 13. Juni 2019, als der Nationalrat dem Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative annahm, organisierte die Ethos-Stiftung parallel dazu ebenfalls in Bern eine Konferenz mit anschliessender Diskussion zum Thema "Multinationale Unternehmen und Achtung der Menschenrechte: ethische, wirtschaftliche und politische Fragen". An der Veranstaltung nahmen ungefähr 120 Personen teil.

Investoren fordern die Regierung von Bangladesch auf, die Sicherheit der Arbeitnehmer in der Textilindustrie zu gewährleisten

Ethos und eine Gruppe von 190 institutionellen Investoren aus aller Welt, welche Vermögen von mehr als USD 3'000 Milliarden verwalten, veröffentlichten eine Erklärung, in der sie die Regierung von Bangladesch aufforderten, die Vereinbarung über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh) nicht vorzeitig zu beenden. Zur Anlegergruppe gehören auch 37 Schweizer institutionelle Investoren, welche Mitglieder des Ethos Engagement Pool International sind.

Ethos tritt dem europäischen Netzwerk "Shareholders for Change" bei

Die Ethos Stiftung tritt dem «Shareholders for Change» Netzwerk bei, welches kleineren institutionellen Investoren mit Fokus auf nachhaltigen Anlagen eine gemeinsame Engagement-Plattform bietet. Diese gemeinsame Plattform ermöglicht es den Mitgliedern des Netzwerkes, die Wirkung ihrer Engagement-Aktivitäten bei europäischen Unternehmen zu stärken.

Paneldiskussion: Dringlichkeit des Klimawandels erfordert die Mobilisierung von Investoren, Unternehmen und Politik

Die Ethos Stiftung und der Verein Ethos Académie organisierten am 14. November eine Paneldiskussion zum Thema «Vom Klimawandel bis hin zur Unternehmenskultur: Ethische Herausforderungen für Unternehmen und Investoren». Klimaforscher Prof. Dr. Thomas Stocker stellte die ökologischen und ökonomischen Herausforderungen des Klimawandels vor, während die Ethikberaterin Dr. Dorothea Baur die Schlüsselelemente einer ethischen Unternehmenskultur erläuterte. An der nachfolgenden Paneldiskussion tauschten sich Akteure aus Wissenschaft, Politik und der beruflichen Vorsorge über die entscheidende Bedeutung des Klimawandels für Unternehmen und Investoren aus. Im Vorfeld des Anlasses genehmigte die Generalversammlung der Ethos Académie die Überführung der Vereinsaktivitäten in die Ethos Stiftung.

Einladung zu Ethos Referaten mit Podiumsdiskussion

Der Verein Ethos Académie und die Ethos Stiftung laden zur Veranstaltung « Vom Klimawandel bis hin zur Unternehmenskultur: ethische Herausforderungen für Unternehmen und Investoren» ein, an der u.a. Prof. Dr. Thomas Stocker, Klimaforscher und ehemaliger Co-Vorsitzender einer Arbeitsgruppe des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), als Gastreferent teilnimmt.

Ethos erreicht Höchstnoten in der PRI-Bewertung

Die Auswertung des von Ethos an die «Prinzipien für Verantwortliches Investieren» (PRI) übermittelten Tätigkeitsberichts für 2017 liegt nun vor. Insgesamt wurden 1462 Organisationen bewertet, und wie jedes Jahr zählt Ethos zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der nachhaltigen Anlagen. Bei allen sechs analysierten Dimensionen liegt Ethos über dem Median der bewerteten Organisationen, bei drei Dimensionen erhielt Ethos sogar die bestmögliche Bewertung (A+).

Ethos und der EEP International starten Engagement-Programm mit acht europäischen Stromversorgern

Ethos und die Mitglieder des Ethos Engagement Pool International (EEP International) lancieren ein mehrjähriges Engagement-Programm, um acht europäische Stromversorger dazu zu bewegen, ambitionierte Klimastrategien zu entwickeln, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft sicherzustellen. Zahlreiche institutionelle Investoren auf der ganzen Welt haben sich entschlossen, diese Bemühungen zu unterstützen; insgesamt verwaltet die Investorengruppe rund EUR 100 Milliarden.

Ethos meldet sich an LafargeHolcim-Generalversammlung zu Wort

In einer Stellungnahme an der heutigen Generalversammlung von LafargeHolcim fordert Ethos-Direktor Vincent Kaufmann den Verwaltungsrat auf, zusätzliche Massnahmen zur Verbesserung der Corporate Governance sowie der Umwelt- und Sozialverantwortung zu ergreifen. Drei Jahre nach der Fusion zwischen Lafarge und Holcim lässt die versprochene zusätzliche Wertschöpfung noch immer auf sich warten.

Subscribe to Nachhaltige Entwicklung