Letzte Woche entschieden sich Françoise Bruderer und Monika Roth aus dem Ethos-Stiftungsrat, bzw. dem Verwaltungsrat von Ethos Services, zurückzutreten. Sie haben sich in den letzten Tagen vehement in den Medien geäussert und Kritik an der Corporate Governance von Ethos geübt.

Die Ethos Stiftung ist sowohl über die Form als auch über den Inhalt dieser Äusserungen sehr erstaunt. Dies gilt insbesondere für die Vorwürfe in Bezug auf Interessenkonflikte, da Ethos sehr auf die strikte Einhaltung der Good-Governance-Regeln achtet. Die Stiftung weist darauf hin, dass seit vielen Jahren Regelungen und transparente Massnahmen bezüglich ihrer Funktionsweise bestehen, einschliesslich über den Umgang mit Interessenkonflikten.

Es wurde beschlossen, die vakanten Mandate in den Räten so schnell wie möglich neu zu besetzen. Dieses Vorgehen ist Teil einer umfassenden Nachfolgeplanung, die den Fortbestand der Stiftung infolge des schrittweisen Ausscheidens der Gründer sicherstellt.

Der Stiftungsrat von Ethos und der Verwaltungsrat von Ethos Services hatten bereits einstimmig beschlossen, eine Selbstevaluation durchzuführen. Diese hat das Ziel, die Nachfolgeregelung im Verwaltungsrat zu gewährleisten. Diese Vorgehensweise entspricht der Best Practice im Bereich Corporate Governance und wird mit der Unterstützung eines externen Beraters durchgeführt; sie wird nun Anfang nächsten Jahres beschleunigt. Selbstverständlich wird die aufgeworfene Frage eines Interessenkonflikts weiterhin durch die beiden Vizepräsidenten behandelt.

Hanspeter Uster, Vizepräsident des Ethos Stiftungsrates und Philippe Doffey, Vizepräsident des Verwaltungsrates von Ethos Services, betonen: «Die beiden Räte von Ethos bekräftigen ihr vollstes Vertrauen und ihre Unterstützung für den Präsidenten.»

Interview mit Dr. Dominique Biedermann (Schweiz am Wochenende - 16./17.12.2017)

Interview mit Dr. Dominique Biedermann (Tribune de Genève - 16./17.12.2017)

Editorial (Tribune de Genève - 16./17.12.2017)