Shareholder Resolutions in the US Get Substantial Support
22.07.2011
In den USA sind Aktionärsanträge ein selbstverständlicher Teil der Aktionärsdemokratie. In grosser Zahl stehen sie auf den Traktandenlisten der Generalversammlungen. Am häufigsten zählt man Anträge über Corporate-Governance-Themen – und sie finden auch die höchsten Zustimmungsraten.
Im Jahr 2011 erreichten solche Anträge nicht nur hohe Akzeptanz, sie waren manchmal gar mehrheitsfähig. Anträge zur Wahl der Verwaltungsratsmitglieder nach dem Mehrheits- statt nach dem Pluralitätsprinzip fanden durchschnittlich 57 Prozent Unterstützung. Auch bei anderen Themen resultierten hohe Ja-Anteile: zum Beispiel für die Zustimmung der Aktionäre zu den Abgangsentschädigungen der Geschäftsleitung (45 Prozent) oder die Unabhängigkeit des Verwaltungsratspräsidenten (35 Prozent).
Aber auch Anträge zu ökologischen und sozialen Themen gewinnen an Terrain: 2011 erzielten sie im Schnitt 21 Prozent Ja-Stimmen (alle Anträge zusammengenommen), gegenüber weniger als einem Zehntel vor zehn Jahren. Einige Umweltanträge erreichten besonders beachtliche Zustimmungsraten, etwa die Forderungen für eine Berichterstattung zur Nachhaltigkeitsstrategie (32 Prozent) oder zugunsten einer Strategie angesichts des Klimawandels (achtzehn Prozent). Sogar politische Fragen befinden sich im Aufwind. 32 Prozent war die durchschnittliche Unterstützung von Anträgen, die einen detaillierten Berichte zu Parteispenden und Lobbying-Aktivitäten forderten.